Hamburg 2008
Ich hatte Anke zu ihrem Geburtstag einen Kurztripp in eine Stadt Ihrer Wahl geschenkt. Sie hat sich für Hamburg entschieden. Am 19.09.2008 sind wir dann aus dem Sauerland los gefahren. Die Autobahn war recht frei und nach knappen 3,5 Stunden gemütlicher Fahrt inkl. Frühstück sind wir in der Stadt angekommen. Da Anke noch nie durch den alten Elbtunnel gefahren ist, sind wir auf dem Weg zu unserer ersten Stadion durch den Freihafen und dann durch den alten Elbtunnel gefahren. Ein besonderes Erlebnis. Zuerst zahlt man seine 2,-€ und fährt dann in einen Aufzug. Die Türen werden geschlossen und die kabine setzt sich mit max. 2 PKWs in Bewegung. Unten fährt man dann aus dem Korb und durch die in Fahrtrichtung rechte Röhre. Achtung! Die Breite der Fahrspur beträgt nur 1,90 Meter! An der anderen Seite fährt man wieder in den Aufzug, der dann nach oben fährt.
MiWuLa
Vom alten Elbtunnel war es nicht mehr so weit zu unserem ersten Ziel, das Miniaturwunderland in der Speicherstadt von Hamburg. Für mich das Highlight des Trips, darauf freute ich mich am meisten. Zum einen war ich mächtig gespannt, das die Brüder Braun seit meinem letzten Besuch vor 4 Jahren alles neu gebaut haben, zum anderen spielte ich schon seit längerem mit dem Gedanken, mal wieder deshalb in die Hansestadt zu kommen. Da wir die Eintrittskarten schon rechtzeitig erworben hatten, kamen wir auch schnell in die Ausstellung (ohne diesmal allerdings auch, der Andrang hielt sich in Grenzen). nachdem wir uns unsern Weg an die neue Caferteria gebahnt haben und sicherheitshalber ein ganz spezielles Örtchen aufgesucht hatten, fing unser Rundgang im neuen Abschnitt Schweiz an. Jetzt könnte ich mit der Beschreibung fortführen, spare es mir allerdings, denn es war einfach gigantisch. Unbeschreiblich. Zum Glück hatte Anke Ihre kamera samt Speicherkarte dabei, ich hatte meine leider liegen gelassen. Unten einige der Fotos (über 250). Aber ein paar Highlights der größten Modellbahnanlage der Welt möchte ich doch aufführen. Das gigantische Matterhorn, über 5Meter hoch, die AOL-Arena, Tag und Nachtbetrieb, unterirdische perfekt gestaltete Bahnhöfe, Geisterschiffe, Space-Shuttle-Start, Modellschiffe auf echtem Wasser, das Miniaturwunderland mit fahrenden Zügen "im" Miniaturwunderland, also das Original als funktionstüchtiges Modell im Modell, Urzeitvölker, Feuerwehreinsätze, Staus auf Strassen, die sich auflösen, also mit echten Fahrten. usw. usw. Nach 4 Stunden haben wir dann dort noch eine Kleinigkeit gegessen und sind dann zum Auto gegangen, um ins Hotel zu fahren.
Das Hotel
Nach diesem Erlebnis ging die Reise weiter ins Hotel Sachsentor in Hamburg Bergedorf, wo wir nach 45 Minuten Freitagabendverkehr auch eingetrutelt sind. Das Hotel lag günstig ca. 10 Minuten vom S-Bahnhof entfernt am Rande der Fußgängerzone auf der einen Seite und dem Bergedorfer Schloß an der anderen Seite. Die Zimmer waren komfortabel und sauber, das Frühstückbuffet gut und reichhaltig. Nach einer Stunde Erholung ging die Fahrt dann weiter zum Essen im Sushi-Circle in Hamburg. Nachdem wir und beide die Bäuche am All-You-Can-Eat-Band gefüllt hatten, bummelten wir noch auf der Reeperbahn, die große Freihait hinauf, wieder runter und zum Beatles-Platz. Nach dem anstrengenden ersten Tag ging es schließlich ins Hotel und so beendeten wir diesen ersten Tag.
Tag 2
Der Tag 2 fing mit einem leckeren Frühstück an. Gestärkt ging es zum S-Bahnhof Bergedorf und dort mit der S21 zum Dammtor. Unser erster Besuchspunkt sollte das Rathaus werden. Doch was war das? Aha, Tag der offenen Tür. So konnten wir kostenlos große Teile des Rathauses besichtigen. Das goldene Buch und den Silberschatz eingeschlossen. Nach dem Rundgang ging es weiter zum Michel, bzw. für das, was wir aus der Ferne für den Michel gehalten haben. War er aber nicht. Und da wir grade in der gegend der Speicherstadt waren, ging es halt ins Gewürzmuseum. Ein nettes, kleines Museum mit allerlei Wissenswertes über Gewürze, mit vielen Möglichkeiten, diverse Gewürze zu riechen, anzufassen und wer möchte, zu probieren. Wieder auf der Straße hörten wir Schiffshörner. Was war denn da los? Wir gingen hin und waren bei der Eröffung des Traditionsschiffshafen Sandtorkai. Viele historische Schiffe waren anwesend und um den Hafen viele Buden und sogar ein sehr altes Kinderfahrgeschäft. Aber lange blieben wir nicht. Auf dem Weg zur Hafenrundfahrt statteten wir der Kaffeerösterei einen Besuch ab und gingen jetzt endgültig zur Hafenrundfahrt mit einer Barkasse. An den Landungsbrücken war was los, mannomann. Wie auf dem Basar versuchten die Anbieter der Hafenrundfahrten Ihre Passagiere anzulocken. Wir haben uns natürlich das sicherste Schiff (Nach Bauplänen der Titanic) ausgesucht und ab ging es. Erst zur Speicherstadt, dann an den Werften entlang und am Containerterminal zurück. Nach der Rundfahrt ging es zum echten Michel und wir haben dank blauem Himmel eine fantastische ausicht über Hamburg gehabt. Zum Abschluß des Tages ging es zum essen in ein Steakhaus auf der Reeperbahn und früh ins Bett.
Tag 3
Gegen 5 Uhr ging der Wecker und wir anschließend zum Hamburger Fischmarkt. Verdammt früh, aber das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Ganz schön dunkel war es. Und auch voll. Und Groß isser auch. Und Aale-Kai schreit sich die Seele aus dem Leib. Bananen-Joe unterhält sich gut mit dem Publikum. Manche davon kommen grade vom Feiern, andere aus dem Bett, Spaß scheinen alle zu haben. Ich hole mir für 10,-€ bei Bananen-Joe einen großen Korb mit Obst. Ganz schön schwer dat Dingen. Anke holt derweil an einer Seitengasse des Markts Räucherfisch. Als es schon hell ist, fahren wir zum Frühstück ins Hotel zurück und checken dann aus. Auf der Fahrt zum S-Bahnhof tanke ich eben noch für 1,389. An der Kasse gebe ich sicherheitshalber der Kassierin die Karte, damit ich sie nicht falsch reinstecke und dann evtl. die karte stecken bleibt. Das ist halt der Job der Kassenfachangestellte, die die karte auch prompt falsch einsteckt und die Karte dann feststeckt. Glück muss man haben. Nach 15 Minuten hatte ich die Karte aber wieder und es ging in die Stadt. Kurz mit dem Personenaufzug in den Elbtunnel, dann auf den alten Lastensegler Rickmer Rickmers. Zuletzt noch mal zur Reeperbahn, den Beatlesplatz bei Tageslicht betrachten, zum ehemaligen Starclub, Hans-Albers Platz und zum Essen ins KFC. Vor der Fahrt nach Hause tranken wir einen Kaffee am Alex an der Alster und furen mit dem Doppelgelenkbus zum Dammtor und von da mit der Bahn zu unserem Auto.