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Schottland 1993

Unsere zweite Auslandsreise führte uns im Winter 1993 nach Schottland, genauer nach Edinburgh am Firth of Forth. Die Fahrt in den Hafen war spektakulär, allein schon wegen der mächtigen Brücke, die dieses Firth überquert. Leider besitze ich kein Foto davon, aber ich werde mich bemühen, bald eins zur Verfügung zu stellen (unter Postkarten gibt es nun ein Bild). Die Hauptattraktion der Stadt ist mit Sicherheit die mächtige Burg. Als Angehöriger der Marine hatten wir dort freien Eintritt und konnten die Burg ausgiebig begutachten. Besonders in der Nacht überstrahlte sie die Stadt. Natürlich bietet Edinburgh noch mehr. Wer einen guten Whisky zu schätzen weiß, kommt hier voll auf seine Kosten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in das Whisky-Museum oder in eine der vielen Pubs geht, guten Whisky gibt es überall.

Leider ist so ein Hafenaufenthalt immer zu kurz. Aufgrund der Wachen und des normalen Tagesdienstes ist es manchmal schwer, mit Freunden zusammen in die Stadt zu kommen. Um so schöner war es, wenigstens dieses eine Mal zusammen weg zu können. Aber nach dem ersten Besuch folgte wieder unsere Ausbildung auf See. Zum Glück sollten wir diese schöne Stadt und das Land kurz danach noch einmal sehen. Wieder auf See übten wir weiter, was wir in Portland lernten. Auf den nachfolgenden Bildern zeige ich Euch eine Kraftstoffübernahme auf See. Meine Aufgabe dabei war es, die Abstandsleine zu halten. Dieses ist nötig, damit die Brückenbesatzung die Entfernung zwischen unserem Schiff und dem Schiff, von dem wir unseren Kraftstoff bekommen, kontrollieren kann. Da so ein Manöver teilweise recht lange dauern kann, wird in einer gewissen Zeit immer gewechselt, so das einer vorne an der Leine steht, einer dahinter und der dritte die Abstandsleine aufschließt, damit keine Knoten entstehen.

Das schönste bei diesem Manöver war jedoch, das ich zum ersten mal in meinem Leben Tümmler in freier Wildbahn erblicken durfte. Diese prächtigen Tiere haben mich sofort in Ihren Bann gezogen. Bei jedem dieser Manöver begleiteten Sie uns und bescherten uns damit viel Freude. Nachdem wir wieder in Edinburgh einliefen, beschlossen wir, einen Tagestrip nach Glasgow zu unternehmen. Die Stadt selber bot leider bei unserem Besuch keine besonderen Attraktionen. Lediglich ein Besuch der Cafes konnte uns über unsere Enttäuschung hinweg helfen. Dieser Besuch lohnte an diesem Tag leider nicht wirklich. Wenigstens sahen wir einige Dudelsackspieler, die uns mit Ihrer Musik erfreuten. spät abends ging es zurück zum Schiff und am nächsten Tag Richtung Wilhelmshaven, unserer Heimat.