1992 fand meine erste Fahrt ins Ausland statt. 6 Wochen BOST (Basic Operational Sea Training) in Portland. In dieser Zeit wurden wir nach unserer Werftliegezeit in Bremerhaven auf Vordermann gebracht. Brandabwehr, simulierte Angriffe und andere diverse Aufgaben warteten auf uns. Damit wir uns auch mal entspannen konnten, versuchten wir Land und Leute kennen zu lernen. Besonders beliebt war das "Jolly Rogers" in Portland, aber auch Trips in benachbarte Städte waren beliebt, wie z.B. London. Hier nun ein kleiner Bericht zu diesem unvergesslichen Aufenthalt.
Im November 1992 kamen wir in Portland an. Das kleine Städtchen liegt auf der gleichnamigen Halbinsel in direkter Nachbarschaft zu Weymouth in der Grafschaft Dorset. Bekannt ist Portland in erster Linie durch diverse Steinbrüche. Einige bekannte Gebäude aus den Steinen sind z.B. das UNO-Hauptquartier-Gebäude in New York oder die Saint Paul's Cathedral in London. Bis zum Ende des kalten Krieges wurde die Marinebasis Portland genutzt.
Die Insel selber ist nicht sonderlich groß, ein Tag reicht in der Regel, diese zu erkunden. So machten wir uns an einem Wochenende auf und wanderten durch diverse Steinbrüche bis zum bekannten Leuchturm von Portland. Auf dem Rückweg erkundeten wir das Städtchen. Genau so habe ich mir eine typische englische Kleinstadt vorgestellt.
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London
An einem Wochenende, ich hatte keine Wache, ging es nach London. Vielleicht treffe ich ja dort die Queen und kann eine Tasse Tee mit Ihr trinken. Am Freitag war früh Dienstschluß und per Bahn ging es in die bis dahin größte Stadt, die ich je gesehen hatte. Am frühen Abend kam ich an, es war schon dunkel. Einquartiert habe ich mich im "Union Jack Club" in direkter Nachbarschaft zur Waterloo-Station. Natürlich hatte es am ersten Tag geregnet und so dauerte die Erkundung der Stadt nicht sonderlich lang, der nächste Tag sollte aufregend und anstrengend genug werden.
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Eindrücke |
Der erste Tag führte mich gleich am morgen zum Buckingham Palace. Von weitem erkannte ich, keine Flagge. Die Queen ist also abwesend. Ahnte Sie meinen Besuch? Aber viel wichtiger die Frage, was machen die ganzen Menschen hier? Die Antwort sollte nicht lange auf sich warten lassen, Wachwechsel! Ok, keine Queen, aber das Schauspiel muss man gesehen haben, also blieb ich noch etwas und lies mich naßregnen, denn auch Tag 2 war verregnet.
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Wenn die Queen also nicht im Palast ist, wo dann? Wer könnte in dieser Metrople mir bei der Suche helfen? Ich hatte eine Idee. Auf in die Baker Street 221b und vorsichtig angeklopft. Die Haushälterin öffnete mir die Türe. Aber nicht nur die Queen war abwesend, auch Mr. Holmes. Laut Aussage der Haushälterin solle er aber bald erscheinen und ich durfte mich solange umsehen und Einblicke in sein Privatleben werfen. Seine berühmte Fidel stand in der einen Ecke, Andenken an seine Fälle in einer anderen. Irgendwann war ich das warten leid und verabschiedete mich höflich.
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Vielleicht habe ich ja mehr Glück im Tower, so mein nächster Gedanke. Nur der war an dem Tag schon geschlossen. Meine letzte Hoffnung war ein Mann namens Bond, James Bond. Und so suchte ich Ihn auf. Nach einigen Martinis und Geschichten aus der guten alten Zeit gab er mir dann DEN Tipp. Ich bedankte mich und folgte seinem Hinweis.
Und da war Sie, die Queen. Gar nicht so weit entfernt. Endlich konnte ich ein Tässchen Tee mit Ihr trinken, bevor ich spät am Abend ins Hotel zurück ging und am nächsten Tag die Heimreise nach Portland antrat.













